Home Aktionen Demos & Kundgebungen 2011-10-22 Stuttgart Pelzfrei 2011 Demobericht

2011-10-22 Stuttgart Pelzfrei 2011 Demobericht

Hunderte Menschen haben am Samstag den 22. Oktober 2011 für die Abschaffung der Pelzindustrie demonstriert. Neben dem langen Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt gab es den ganzen Tag über verschiedene Infostände auf dem Stuttgarter Schlossplatz, um die Menschen über Pelz und Tierrechte allgemein aufzuklären.

Proteste für die Abschaffung der Pelzindustrie, Stuttgart Oktober 2011"Tolle Demo, klasse Menschen und wunderbare Gespräche. Ein denkwürdiger Tag. Er wird mir in Erinnerung bleiben.", "Die Demo war - wie immer - echt der Hammer!", lauten die Kommentare zu "Stuttgart Pelfrei 2011" im Internet. Die Aktivistinnen und Aktivisten der TiRS, Organisatoren der "Stuttgart Pelzfrei 2011" waren mit dem diesjährigen Aktionstag ebenfalls zufrieden.

Der Abschluss der Eröffnungsrede auf dem Schlossplatz brachte die Meinung der meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Punkt:  "Wer auch immer Pelz verkauft, muss mit uns rechnen. Wenn aus welchen Gründen auch immer Tiere ermordet, ausgebeutet oder zur Ware gemacht werden, dann muss mit uns gerechnet werden. Wir sind hier, um gegen Tiermord zu kämpfen. Wir tun das friedlich, aber laut. Wir tun das informierend und doch voller Wut. Wir machen Stuttgart pelzfrei!"

Unglaublich laut und entschloßen, pausenlos ihre Sprüche skandierend, ist die Menschengruppe stundenlang durch die Stuttgarter Innenstadt gezogen. Die Forderungen wurden nicht nur an die Pelzkäufer, -verkäufer und -verarbeiter gestellt. Auch die politischen Entscheidungsträger wurden mit vielen Zwischenkundgebungen mit in die Verantwortung gezogen und aufgefordert endlich zu handeln und ein Pelzhandelsverbot durchzusetzen.

In einem grün-rot-regierten Bundesland erwarten TierrechtlerInnen mehr als von den regierenden Grünen zu hören, "dass es sowieso keine Pelzfarmen mehr in Baden-Württemberg gibt", oder, "dass man in einer Koalition eben nicht alles so durchsetzen kann, wie man es eigentlich möchte".

Wenn jeden Tag tausende empfindungsfähige Lebenwesen für die Pelz-Nachfrage in Deutschland sterben müssen haben wir keine Geduld.

Empfindungsfähige Lebewesen haben das Rechte zu leben, nicht gequält zu werden usw. ....

Durch "Stuttgart Pelzfrei" wollen wir auch die Tierbefreiungsgedanken unter die Menschen bringen. Wenn Tiere leiden gibt es keine Rechtfertigung, die Interessen der Tiere vollständig zu missachten. Leid ist Leid, und dann ist es gleichgültig, ob ein Mensch oder ein Tier es empfindet. Da Tiere autonome Wesen sind muss es "Freiheit für die Tiere" und nicht Freiheit für die Kürchner, Pelzkäufer, Metzger oder Fleischesser heißen. "Freiheit für die Opfer" und nicht Freiheit für die Peiniger und Ihre Auftraggeber sind unsere Forderungen!

Noch sind wir nicht am Ziel und genau deswegen werden wir weiterhin für die Rechte der Tiere auf die Straße gehen.



 

Kommentare  

 
+3 # RE: 2011-10-22 Stuttgart Pelzfrei 2011 DemoberichtAde. Marianne 2011-10-27 08:32
Liebe Tierfreunde,
Den Slogan "gegen Speziesismus und für Tierbefreiung" finde ich prima. Wer kennt schon das Wort Speziesismus und dessen Bedeutung? Es ist das Grundübel in unserer Zeit für die minderwertige Einschätzung der Tiere und ihre schlechte Behandlung. Seinen Ursprung hat es auch in der Religion durch die sakrosankte Grenzlinie zwischen Mensch und Tier. Diese muß endlich durchlöchert werden, soll es den Tieren besser gehen.
Siehe auch www.great apeproject.de. Colin Goldner von der gbs leitet dieses Projekt.
Leider ist das falsche Denken noch in vielen Köpfen der Menschen und deshalb geht es den Tieren noch sehr schlecht. Ich unterstütze Euch jedenfalls bei der alljährlichen Demo 'Stuttgart-pelzfrei' durch Mitlaufen.
Alles Gute und viel Erfolg.
Es grüßt Euch Marianne Ade, Böblingen
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Zitat

» Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner... Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, das heißt Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tieren aus zweiter Hand ernährt, vermag - mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut - hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren. «
Alexander von Humboldt